Fall 1 für Dirk Gentlys Holistische Detektei

Der elektrische Mönch  - Benjamin Schwarz, Douglas Adams

Dirk Gently ist ein Privatdetektiv der ganz besonderen Art: Anstatt sich an konventionelle Ermittlungsverfahren zu halten, schwört er auf Quantenphysik, Hypnose und natürlich kalte Pizza. Deshalb kommt er auch immer zu unerwarteten und höchst überraschenden Ergebnissen. Als Richard MacDuff, ein Computerprogrammierer, plötzlich Hauptverdächtiger in einem Mordfall wird, schreitet sein alter Kumpel Dirk sofort zur Tat. Die ganze Sache ist jedoch viel komplexer, als es den Anschein hat. Wird es Dirk Gently gelingen, Licht in dieses Verwirrspiel von wahrhaft kosmischen Ausmaßen zu bringen? (Heyne)

 

Natürlich bin ich an dieses Buch mit großen Erwartungen herangegangen. Es ist schließlich ein Douglas Adams-Roman. Aber leider waren (wie so oft) die Erwartungen zu groß. Die Handlung verliert sich in vielen einzelnen Handlungssträngen, die letztendlich zwar alle miteinander verbunden sind, aber das wird dem Leser erst ab etwa der Mitte des Buches so langsam bewusst - vorher ist Tappen im Dunkeln angesagt. Auch hatte ich mir vorgestellt, dass es um eine richtige Ermittlung in einem wie auch immer gearteten Mordfall gehen würde. Stattdessen trifft man (ebenfalls erst in der Mitte des Buches) auf einen schrägen Privatdetektiv mit unbestimmtem Ziel und abgedrehten Methoden.

Was mich ebenfalls gestört hat, ist die Tatsache, dass sich sämtliche Beschreibungen von Vorkommnissen etwas in die Länge ziehen. Dem gegenüber stehtein Holterdipolter-Ende, das zwar alles Vorhergehende erklärt, in seiner Kürze aber nicht zum Rest des Buches passt.

Alles in allem sollte man eher bei den Anhalter-Romanen bleiben, denn Der Elektrische Mönch war leider eher enttäuschend.