Unglaublich spannend

Erebos - Ursula Poznanski

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht - Erebos. Wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufagben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden. Auch Nick ist süchtig nach Erebos - bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen... (Loewe)

 

Dieses Buch ist im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich gut! Ursula Poznanski gelingt es auf geradezu geniale Weise, Realität und Fiktion zu vermischen. Man liest ebenso gefesselt von Nicks Alltag, der von dem neuen Computerspiel dominiert wird, wie von Nicks Spielfigur Sarius und dessen Abenteuern in Erebos.

Doch die Geschichte ist mehr als nur eine Erzählung über ein scheinbar allwissendes PC-Spiel. Sie lässt einen darüber nachdenken, wie weit man bereit ist zu gehen, um Anerkennung und Ruhm einzuheimsen (und sei es auch nur virtuell) und sich den Regeln einer Welt zu verpflichten, in der es für Verlierer keinen Platz gibt.

Bis zum Ende bleibt es spannend und was mich betrifft, so konnte ich das Buch eigentlich gar nicht mehr weglegen, da man immer gleich wissen will, wie es weitergeht. Völlig zurecht ist das Werk mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet worden und ich kann es wirklich jedem empfehlen, der Lust auf einen spannenden Jugendthriller hat!

 

"Ich war unaufrichtig, als ich sagte, es wäre mir gleichgültig, wie lange die Lebensspanne der Menschen um mich währt. Das ist es nicht. Doch mir liegt nichts an einer Verlängerung, im Gegenteil. Ich sitze hier und schleife mein Werkzeug, mit dem ich kürzen werde, was zu kürzen ist."