Krimi meets Zauberei

Die Flüsse von London  - Ben Aaronovitch, Karlheinz Dürr

Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands: Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein grausiger Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand. Und er stellt fest, dass es mehr Dinge in London gibt, als seine Polizeischulweisheit sich träumen ließ. Wer hätte zum Beispiel geahnt, dass der Themsegott und die Themsegöttin einander spinnefeind sind, was gravierende Auswirkungen auf alle Flüsse Londons hat? Peter soll vermitteln - keine leichte Aufgabe, wenn man sowieso anfällig für Magie ist und insbesondere eine der Flusstöchter unwiderstehliche Reize besitzt... (dtv)

 

Dieses Buch hat in mir eine merkwürdige Mischung aus Neugierde und Ahnungslosigkeit verursacht. Neugierde, weil die Charaktere in meinen Augen alle irgendwie einen Knacks weg hatten (manche mehr, manche weniger), dadurch auf skurrile Weise unterhaltsam waren und ich unbedingt mehr von ihnen lesen wollte. Und Ahnunglosigkeit, da ich ziemlich oft die Zusammenhänge nicht kapiert habe und dann mitten in einem Kapitel stecken geblieben bin und mich gefragt habe: Wie kommen die jetzt darauf, dass diese Person was mit dem Mord zu tun hat...?

Die Symbiose aus Krimi und Fantasy ist in jedem Fall ungewöhnlich und wirklich eine richtig gute Idee - so ein Sinn fürs Übernatürliche kann für einen Polizisten schon ziemlich praktisch sein. Der Kriminalfall an sich hat bei mir jedoch erstmal für Verwirrung gesorgt, das Ende habe ich mehr schlecht als recht nachvollziehen können und was das ganze jetzt mit den Themsegöttern zu tun hatte, ist mir nach wie vor schleierhaft (momentan bin ich der Meinung, es hat gar nichts damit zu tun, sondern ist einfach ein zweiter unabhängiger Handlungsstrang).

Da ich das Buch im Urlaub in drei Tagen fertig gelesen hatte, ich von den Personen fasziniert und von der Handlung verwirrt war, sah ich nur eine logische Lösung: Nochmal lesen! Beim zweiten Versuch lief das Ganze schon besser und ich habe zumindest verstanden, wie Peter und Nightingale nach und nach dem Mörder auf die Spur kamen, einige ungeklärte Fragen sind aber immernoch geblieben.

 

Tja, alles in allem ist ein Fazit irgendwie schwer, weil das Buch mir einerseits gefallen hat, andererseits aber auch nicht... Ich glaube, ich lese einfach irgendwann den zweiten Teil und schaue, ob ein paar meiner Fragen beantwortet werden.