Willkommen bei den Schattenjägern

City of Bones (Chroniken der Schattenwelt, #1) - Cassandra Clare, Heinrich Koop, Franca Fritz

Es sollte ein ganz normaler Abend in New York City werden. Doch dann wird die fünfzehnjährige Clary im Pandemonium-Club Zeugin eines Mordes. Drei Teenager, über und über mit Tattoos bedeckt, verschwinden durch den Hinterausgang. Und zurück bleibt - nichts. Die Leiche hat sich einfach in Luft aufgelöst. Clary ahnt noch nicht, dass sie das erste Mal auf Schattenjäger getroffen ist, die sich dem Kampf gegen die Dämonen der Stadt verschrieben haben. Aber nicht einmal einen Tag später sieht es so aus, als ob ausgerechnet Clary eine ganz besondere Rolle in diesem gefährlichen Spiel einnimmt. Kann Clary den Schattenjägern - und allen voran dem gutaussehenden Jace - wirklich trauen? (Arena)

 

Bevor im August der Verfilmung von City of Bones ins Kino kommt, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, das Buch vorher gelesen zu haben.

Nach einem denkwürdigen Abend im Pandemonium-Club wird Clary in eine Welt geworfen, in der es von Schattenjägern, Dämonen, Vampiren, Hexenmeistern und Werwölfen nur so wimmelt. Als dann noch ihre Mutter entführt und ihr Haus von Schattenwesen verwüstet wird, ist das Chaos perfekt. Wie sich herausstellt, muss Clary erst die Rätsel in ihrer Vergangenheit lösen, um ihre Gegenwart verstehen und die Zukunft in die Hand nehmen zu können. Und dann ist da auch noch Jace...

Die Geschichte von Clary ist wirklich spannend geschrieben und macht Lust auf mehr aus der Schattenwelt. Vor allem die Tatsache, dass es so viele verschiedene Wesen gibt - von Feen über Werwölfe bis zu Vampiren ist alles dabei - fand ich sehr ansprechend. Bis zur finalen Erkenntnis nähert man sich immer mehr der Lösung aller Rätsel an, doch auch wenn bestimmte Dinge genauso eingetreten sind, wie ich es vermutet habe, dachte ich nie: "Das war doch offensichtlich!" (wie so oft in anderen Büchern), es war vielmehr immer ein geschocktes: "Oh Gott, es stimmt wirklich!" - definitiv eine interessante Erfahrung. Einen kleinen Abzug gibt es allerdings auf sprachlicher Seite, weil sich manche (recht einprägsame) Phrasen wiederholen: Bei ihrer ersten Erwähnung passen sie wunderbar und machen den Moment zu etwas Einzigartigem, beim zweiten Mal hat man hingegen das Gefühl, die Autorin hat sie nur nochmal eingefügt, weil sie ihr so gut gefielen, und dadurch wirkt die Situation recht plump.

Summa summarum ein tolles Buch für alle Fantasy-Fans, mit einigen überraschenden Wendungen und einem Auftakt, der nach mehr verlangt.