LyraLaJeune

A mind needs books as a sword needs a whetstone, if it is to keep its edge.

(Tyrion Lannister, A Game of Thrones)

Fall 1 für Dirk Gentlys Holistische Detektei

Der elektrische Mönch  - Benjamin Schwarz, Douglas Adams

Dirk Gently ist ein Privatdetektiv der ganz besonderen Art: Anstatt sich an konventionelle Ermittlungsverfahren zu halten, schwört er auf Quantenphysik, Hypnose und natürlich kalte Pizza. Deshalb kommt er auch immer zu unerwarteten und höchst überraschenden Ergebnissen. Als Richard MacDuff, ein Computerprogrammierer, plötzlich Hauptverdächtiger in einem Mordfall wird, schreitet sein alter Kumpel Dirk sofort zur Tat. Die ganze Sache ist jedoch viel komplexer, als es den Anschein hat. Wird es Dirk Gently gelingen, Licht in dieses Verwirrspiel von wahrhaft kosmischen Ausmaßen zu bringen? (Heyne)

 

Natürlich bin ich an dieses Buch mit großen Erwartungen herangegangen. Es ist schließlich ein Douglas Adams-Roman. Aber leider waren (wie so oft) die Erwartungen zu groß. Die Handlung verliert sich in vielen einzelnen Handlungssträngen, die letztendlich zwar alle miteinander verbunden sind, aber das wird dem Leser erst ab etwa der Mitte des Buches so langsam bewusst - vorher ist Tappen im Dunkeln angesagt. Auch hatte ich mir vorgestellt, dass es um eine richtige Ermittlung in einem wie auch immer gearteten Mordfall gehen würde. Stattdessen trifft man (ebenfalls erst in der Mitte des Buches) auf einen schrägen Privatdetektiv mit unbestimmtem Ziel und abgedrehten Methoden.

Was mich ebenfalls gestört hat, ist die Tatsache, dass sich sämtliche Beschreibungen von Vorkommnissen etwas in die Länge ziehen. Dem gegenüber stehtein Holterdipolter-Ende, das zwar alles Vorhergehende erklärt, in seiner Kürze aber nicht zum Rest des Buches passt.

Alles in allem sollte man eher bei den Anhalter-Romanen bleiben, denn Der Elektrische Mönch war leider eher enttäuschend.

Unterm Strich...der Mai

Einmal Rupert und zurück (Hitchhiker's Guide to the Galaxy, #5) - Douglas Adams Alle Roboter-Geschichten - Isaac Asimov, Wulf H. Bergner

Diesmal gibt's von mir eine vorgezogene Monatsrückschau, da ich in den nächsten Tagen wahrscheinlich nicht dazu kommen werde und sich an den gelesenen Büchern auch nichts ändern wird. Kurioserweise kann ich im Mai nur von zwei Büchern berichten, da ich das dritte, das ich Anfang des Monats gelesen habe, noch in die April-Rückschau gepackt habe, aber nun gut...

Einmal Rupert und zurück von Douglas Adams war der sehr enttäuschende Abschluss der Anhalter-Reihe und konnte mich irgendwie so gar nicht überzeugen. Ich werde jetzt mit Adams' zweiter Reihe 'Dirk Gently's hollistische Detektei' anfangen und sehen, ob diese Story wieder was rausreißen kann.

Lange beschäftigt hat mich außerdem Alle Roboter-Geschichten von Isaac Asimov, das mich von vorne bis hinten mitgerissen und absolut positiv überrascht hat. Eben weil es sich um Kurzgeschichten handelt, konnte man gut immer mal eine zwischendurch einschieben und hatte seine Freude.

So viel von mir. Ich wünsche Euch einen guten Start in den Juni.

Bis dahin,

Eure Laura

Der Grundstein der modernen Science Fiction

Alle Roboter-Geschichten - Isaac Asimov, Wulf H. Bergner

Der amerikanische Wissenschaftler Isaac Asimov ist einer der angesehensten SF-Autoren der Welt. Sein bedeutendster Beitrag zur SF sind seine Roboter-Geschichten [...]. Es ist die von Asimov selbst zusammengestellte einzige komplette Sammlung dieser Geschichten, in denen er seine berühmten Drei Gesetze der Robotik entwickelt hat. (Lübbe)

 

Nachdem ich ja vor Kurzem durch Douglas Adams' Anhalter-Reihe auf den SciFi-Trichter gekommen bin, war es nur eine Frage der Zeit, dass ich mir das nächste Buch aus diesem Genre schnappte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis vor ein paar Wochen noch nie etwas von Isaac Asimov gehört hatte. Mittlerweile ist das für mich völlig unverständlich, weil Asimov mit seinem Gesamtwerk den Grundstein für das gelegt hat, was wir heute in der Science Fiction als gegeben ansehen. Er wollte sich von dem Frankenstein-Muster lösen von wegen: Mensch erschafft Maschine, Maschine tötet Mensch. Dafür entwickelte er die Drei Gesetze der Robotik, um die es in diesem Sammelband hauptsächlich geht:

1. Ein Robot darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.

2. Ein Robot muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum Ersten Gesetz.

3. Ein Robot muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.

In den Kurzgeschichten werden diese Gesetze thematisiert, vor allem aber die Auswirkungen, die aus ihrer Befolgung entstehen. Denn während der Mensch eine Situation immer emotional beurteilt, geschieht dies bei einem Robot durch einen Rechenprozess, infolgedessen er sich für die logischste Option entscheidet.

Das klingt nun alles vielleicht ein wenig abstrakt, ist aber wirklich toll beschrieben. Was mich am meisten fasziniert hat ist, dass beinahe jede Geschichte am Ende eine unerwartete Wendung nimmt und mit einer Pointe aufwarten kann, mit der man nicht gerechnet hätte. Verblüfft blickte ich dann immer vom Buch auf, da mir am Kapitelende meist klar wurde, dass ich während des Lesens von einer bestimmten Sachlage ausgegangen bin, die mit keinem Wort explizit beschrieben wurde, die aber dennoch durch die Umstände durchaus als wahrscheinlich anzusehen war. Und schließlich stellt sich heraus, dass die Lage ganz anders ist - und es ist vollkommen logisch!

 

Wer gerne Science Fiction liest und dieses Werk noch nicht kennt, dem würde ich es dringend ans Herz legen. Und all denjenigen, die sich vor der Thematik scheuen, möchte ich sagen: Probiert es aus, denn diese Kurzgeschichtensammlung bietet den perfekten Einstieg. Darüber hinaus vermag auch jede Geschichte uns zum Nachdenken über uns selbst und unsere Gesellschaft anzuregen, vor allem aber wie wir mit der immer weiter zunehmenden Technisierung umgehen wollen und können.

Enttäuschender Abschluss einer eigentlich tollen Reihe

Einmal Rupert und zurück (Hitchhiker's Guide to the Galaxy, #5) - Douglas Adams

Wieder geht es kreuz und quer durch Raum, Zeit und Universum. Voller Witz und Einfallsreichtum erzählt Adams von den Abenteuern seiner Helden. Anlass zu Turbulenzen gibt es genug. Und ganz nebenbei zeigt das Gefüge des gesamten Universums besorgniserregende Risse... (Heyne)

 

Da singt man Lobeshymnen auf die ersten vier Bände der Anhalter-Reihe und dann kommt dieses ernüchternde Finale. Hmpf. Irgendwie kam ich gar nicht richtig in die Geschichte rein, die Handlungsstränge waren mir zu wirr und eine Spannungskurve konnte ich leider auch nicht erkennen. Klar, das Buch hat seine guten Momente, aber während man sonst ja eigentlich immer eine Art von Ziel hat, auf das die Ereignisse zusteuern, plätscherte hier alles (für mich mehr oder weniger) unzusammenhängend vor sich hin.

Aus gutem Willen hätte ich zwar noch drei Sterne vergeben, aber leider war das Buch gespickt von Buchstabenverdrehern und mangelhafter Interpunktion, sodass ich mich gezwungen sehe, die Bewertung um einen halben Stern zu verschlechtern.

Dieses Buch ist wirklich nur was für Fans, die unbedingt alle Teile lesen wollen. Alle anderen können getrost nach Band vier aufhören, da gibt es wenigstens ein Ende zum Schmunzeln.

Die verrückte Weltraumgeschichte geht weiter

Das Restaurant am Ende des Universums (Per Anhalter durch die Galaxis, #2) - Douglas Adams, Benjamin Schwarz Das Leben, das Universum und der ganze Rest (Per Anhalter durch die Galaxis, #3) - Douglas Adams, Benjamin Schwarz Macht's gut, und danke für den Fisch (Hitchhiker's Guide to the Galaxy, #4) - Douglas Adams, Benjamin Schwarz

Da ich die Teile zwei, drei und vier der 'Per Anhalter durch die Galaxis'-Reihe in einem Schwupps durchgelesen habe und an dieser Stelle nicht unbedingt alles auseinanderdröseln will und kann, was sich in meinem Kopf so angesammelt hat, mache ich an dieser Stelle einfach mal eine dreifach-Rezi, das spart Zeit und Gehirnschmalz oder so ähnlich.

 

Vielleicht sollte ich noch kurz auf den Inhalt eingehen: Arthur Dents verrückte Reise durch Raum und Zeit geht weiter und nachdem er mal eben einen Abstecher ins Restaurant am Ende des Universums gemacht hat, gelingt es ihm tatsächlich auf die (eigentlich zerstörte) Erde zurückzukehren - allerdings ein paar Millionen Jahre zu früh, sodass er sich fünf Jahre lang in einer Steinzeithöhle einquartieren muss, bevor er gerettet wird. Neben der Rettung des Universums, der Suche nach der Frage auf die eine Antwort (42) und ein paar intergalaktischen Begegnungen, landet Arthur dann doch irgendwann wieder auf der Erde, so wie er sie kannte. Nur sind die Delphine verschwunden. Aber kein Grund zur Sorge, die waren einfach schlauer als die Menschheit und haben sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht...

 

Nun, man merkt es vielleicht an meiner zusammengeschusterten Inhaltsangabe: Diese Bücher sind nicht leicht zusammenzufassen, man muss sie einfach gelesen haben! Voller Wortwitz und komischen Gedanken, die einen zum Schmunzeln bringen oder ungläubig den Kopf schütteln lassen, merkt man immer häufiger, dass hinter dieser skurrilen Geschichte eine Botschaft liegt, die man einfach nur erkennen muss - und man sieht das Leben, das Universum und den ganzen Rest aus einem anderen Blickwinkel. Ich bin begeistert, was in diesen dünnen Büchlein alles drinsteckt und freue mich schon tierisch darauf, den letzten Band zu lesen. Traut euch und legt euch diese Reihe zu: Es ist fantastisch!

Unterm Strich... der April

Ein Wispern unter Baker Street  - Ben Aaronovitch, Christine Blum Der böse Ort  - Ben Aaronovitch, Christine Blum Per Anhalter durch die Galaxis (Per Anhalter durch die Galaxis, #1) - Douglas Adams Das Restaurant am Ende des Universums (Per Anhalter durch die Galaxis, #2) - Douglas Adams, Benjamin Schwarz Das Leben, das Universum und der ganze Rest (Per Anhalter durch die Galaxis, #3) - Douglas Adams, Benjamin Schwarz Macht's gut, und danke für den Fisch (Hitchhiker's Guide to the Galaxy, #4) - Douglas Adams, Benjamin Schwarz

So, hier kommt meine leicht verspätete Monatsrückschau für den April. Ganze sechs Bücher habe ich diesmal geschafft - das war echt lange nicht mehr der Fall. Nicht ganz unschuldig daran war die letzte Woche, in der ich Urlaub hatte und mal wieder etwas mehr zum Lesen kam. Ben Aaronovitchs Peter Grant-Reihe habe ich soweit abgeschlossen, der nächste Teil kommt erst im Herbst oder so, hier ist also warten angesagt (und hoffen, dass ich bis dahin nicht alles wieder vergessen habe...). Neu kennengelernt habe ich die Bücher von Douglas Adams, die mir mit ihren unglaublich schrägen Ideen und Charakteren auch ausgesprochen gut gefallen haben. Wenn es nach mir geht kann es ruhig so weitergehen!

Ich hoffe, auch ihr hattet einen schönen April und seid frohen Mutes in den Mai gestartet!

Eure

Laura

Auftakt zur einzigen vierbändigen Trilogie in fünf Teilen

Per Anhalter durch die Galaxis (Per Anhalter durch die Galaxis, #1) - Douglas Adams

Es hätte ein so schöner Tag werden können - bis der Engländer Arthur Dent feststellen muss, dass sein Haus abgerissen werden soll. Macht aber eigentlich nichts, weil kurz darauf auch die Erde gesprengt wird, um einer Hyperraum-Umgehungsstraße Platz zu machen. Kurz vorher aber entpuppt sich Arthurs bester Freund Ford Prefect nicht etwa als kleiner Exzentriker aus der Provinz, wie bisher angenommen wurde, sondern als Besucher von einem kleinen Stern in der Nähe von Beteigeuze. Und er verfügt nicht nur über den lebensnotwendigen Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis, sondern auch über das unschätzbare Wissen, wie man für weniger als 30 Atair-Dollar die Wunder des Weltraums entdecken kann... (Heyne)

 

Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein Kult(ur)-Banause! Ich habe noch nie den Film Per Anhalter durch die Galaxis gesehen und bis vor ein paar Tagen auch noch nie einen Blick in das Buch geworfen (zu meiner Verteidigung: Ich wusste natürlich, dass die Antwort auf die Frage aller Fragen 42 lautet - und das ist doch das Wichtigste oder?). Da ich aber im Zuge meiner Buchhändler-Ausbildung momentan das Science-Fiction-Regal betreue, schien mir Douglas Adams eine gute Wahl. Und tatsächlich: Das Buch strotzt nur so vor herrlich skurrilen Ideen, eine merkwürdige Begebenheit jagt die nächste und von den ganzen haarsträubenden Zufällen will ich erst gar nicht anfangen. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich mir die ganze Geschichte lustiger vorgestellt hatte, also im Sinne von: Ich muss lachen, wenn ich es lese. Zwar hat mir das Buch hier und da mal ein Schmunzeln entlockt, aber so brüllend komisch wie erwartet war es dann eben doch nicht. Dennoch haben mich all die Absurditäten fasziniert und da die Büchlein ja einen überschaubaren Umfang haben, werde ich auch jeden Fall weiter lesen. Schließlich ist der Anhalter Kult!

Schwächer als der Vorgänger

Der böse Ort  - Ben Aaronovitch, Christine Blum

Was haben ein gestohlenes Buch über Magie aus der Weißen Bibliothek zu Weimar und ein berüchtigter Sozialwohnblock namens Skygarden Tower in Südlondon miteinander zu tun? Mehr als man meinen sollte. Stellt jedenfalls Peter Grant fest, der als Londoner Police Constable und Zauberlehrling sowieso magischen Kummer gewöhnt ist. Doch auch ein gewisser gesichtsloser Magier legt großes Interesse am Skygarden Tower an den Tag - und das, wie man ihn kennt, sicher nicht ohne bösen Grund... (dtv)

 

Puh, also ich hab mich ja wirklich auf Peter Grants vierten Fall gefreut, aus dem einfachen Grund, weil Teil drei mal so absolut schlüssig abgehandelt wurde und das ließ mich natürlich hoffen... Leider muss ich sagen, dass ich im Nachhinein irgendwie etwas enttäuscht bin. Das Buch ist keinesfalls schlecht - in Sachen Humor, Stil und Entwicklung der Personen wird das gewohnt hohe Niveau auf jeden Fall gehalten. Aber für mein Empfinden war die Geschichte wieder so verschachtelt und unübersichtlich, dass ich einfach total die Orientierung verloren habe. Irgendwie erkenne ich bestimmte Zusammenhänge nur sehr selten und dann erschließt sich mir weder die Ermittlung selbst noch der übergeordnete Plot in Bezug auf den Gesichtslosen.

Positiv überrascht hat mich ein doch recht spannendes Aufeinandertreffen von Peter und seinem Gegenspieler gegen Ende des Buches sowie eine sehr unvermutete Entwicklung, auf die ich aus dramaturgischen Gründen jetzt nicht näher eingehen werde.

Alles in allem also eine ähnliche Zwickmühle wie sonst auch: Super Stil, toller Humor, klasse Ideen - aber irgendwie zu verwirrend angeordnet für meine Verhältnisse. Aber irgendwie hänge ich dann doch an dem Buch dran, daher gibt's dreieinhalb Sterne von mir.

Mord und Magie im Londoner Untergrund

Ein Wispern unter Baker Street  - Ben Aaronovitch, Christine Blum

Sie sind schon mal mit der Londoner U-Bahn gefahren? Und Sie glauben zu wissen, wie es dort unten zugeht? Oh nein. Sie haben keine Ahnung. Lassen Sie sich von Peter Grant, Police Constable und Zauberer in Ausbildung, erzählen, was man tief unter Baker Street, Southwark oder Oxford Circus alles entdecken kann, wenn man ein Gespür für Magie hat: Vergessene Tunnel, viktorianische Abwasserkanäle, uralte Künste und rachsüchtige Geister sind nur der Anfang... (dtv)

 

Der dritte Fall für unseren magisch begabten Ermittler Peter Grant ist diesmal im wahrsten Sinne des Wortes unterirdisch! Und man würde tatsächlich nicht glauben, wer oder was sich im Londoner Untergrund so alles tummelt. Während ich sonst ja beständig Probleme hatte, mir die am Fall beteiligten Personen zu merken, habe ich diesmal extra sorgfältig gelesen und sie mir eingeprägt - und siehe da, diesmal konnt ich den Ermittlungen problemlos folgen. Naja, ein gewisses Gespür für die Feinheiten fehlt mir zwar noch, aber im Großen und Ganzen kam ich mit diesem Teil wesentlich besser zurecht als mit dem letzten. Mit vielen skurrilen Ideen und einer schrägen Prise Humor an den richtigen Stellen wurde auch 'Ein Wispern unter Baker Street' wieder zu einem tollen Leseerlebnis. Vom Spannungslevel war 'Schwarzer Mond über Soho' vielleicht ein wenig höher anzusiedeln, aber hier war eindeutig der übersichtlichere Gesamtzusammenhang und vor allem mein Fallverständnis verantwortlich für die bessere Bewertung.

Wer schon angefangen hat zu lesen: Nur weiter so! Und wer Peter Grant noch nicht kennt: Ran ans Buch - es lohnt sich!

Unterm Strich... der März

Grauwacht: Roman - Robert Corvus Die Flüsse von London  - Ben Aaronovitch, Karlheinz Dürr Schwarzer Mond über Soho  - Ben Aaronovitch, Christine Blum Harry Potter Und Der Orden Des Phönix - Rufus Beck, J.K. Rowling Bibliomania - Steven Gilbar

Langsam aber sicher kann ich einen leichten Aufwärtstrend in meinem Leseverhalten verzeichnen: Vier Bücher habe ich in diesem Monat gelesen und dazu noch das Hörbuch zum fünften Harry Potter-Teil beendet.

Eine ganz neue Erfahrung war Grauwacht, da ich mich zuvor noch nie großartig mit Science Fiction auseinandergesetzt hatte. Aber das Buch war wirklich gut und ich hab es gerne gelesen. Während Bibliomania mehr ein kurzes Intermezzo für Zwischendurch ist, bei dem man einfach nach Lust und Laune mal was nachlesen kann, habe ich mich längerfristig mit den Fantasy-Krimis um den Polizisten Peter Grant beschäftigt bzw. tue es noch - den dritten Band werde ich wohl in den nächsten Tagen beenden. Auch wenn ich die Story manchmal etwas verwirrend finde, ist der witzige Schreibstil einfach klasse und die Charaktere echt sympathisch und schräg. So kann es auf jeden Fall weiter gehen.

Ich wünsche euch noch ein schönes Osterfest und einen tollen April!

Ein tolles Buch über Bücher

Bibliomania - Steven Gilbar

Buchbegeisterung findet sich auf Schritt und Tritt - in Lesezirkeln, Buchrezensionen, auf literarischen Webseiten, in Buchhandlungen, in Buchgemeinschaften, Bibliotheken, bei Bibliophilen, Bücherwürmern und gewöhnlichen Lesern. Trotz all der neuen, sich gegenseitig konkurrierenden Medien am angeblichen Ende der Gutenberg-Galaxie breitet sich Bibliomanie fröhlich weiter aus. In der vorliegenden Sammlung werden Sie viele spannende Informationen rund ums Buch finden - bedeutende und triviale -, kreuz und quer arrangiert, so dass Sie irgendwo eintauchen, sich unterhalten und überraschen lassen können. (diogenes)

 

Dieses Buch wurde mir von einer Kollegin ans Herz gelegt und ich muss sagen: Ich war sofort begeistert! Hier gibt es etliche Information, die mit dem Buch zu tun haben, seien es nun Listen von Literaturpreisträgern, eine Übersicht über die Bestandteile eines Buches, ein kurzer geschichtlicher Überblick über dessen Entstehung, Zitate berühmter Schriftsteller oder auch die zehn Gebote zum Schreiben eines Kriminalromans. Man findet lustige und interessante Auflistungen, die einen zum Lesen der aufgeführten Bücher animieren und man kann wirklich jederzeit und überall im Buch einsteigen und ein wenig schmökern.

Leider ist das Buch zur Zeit nicht mehr im Buchhandel erhältlich, aber zum Glück gibt es ja heutzutage zahlreiche Möglichkeiten es sich trotzdem zu organisieren (ich habe mein Exemplar bei ebay gekauft).

Daumen hoch und auf jeden Fall eine klare Empfehlung für alle, die ein kleines bisschen mehr über Bücher erfahren möchten!

An Jazz kann man nicht sterben. Oder?

Schwarzer Mond über Soho  - Ben Aaronovitch, Christine Blum

Constable Peter Grant ist ein ganz normaler Londoner Bobby. Die Abteilung, in der er arbeitet, ist allerdings alles andere als normal: Ihr Spezialgebiet ist - die Magie. Eines Abends wird Peter zu der Leiche eines Jazzmusikers gerufen und findet heraus, dass in den Jazzclubs in Soho, im Herzen Londons, verdächtig viele Musiker eines unerwarteten Todes sterben. Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Oder wie soll man es sonst nennen, wenn eine Leiche unüberhörbar und mit viel Swing Body and Soul spielt? (dtv)

 

Der zweite Fall unseres magisch begabten Polizisten macht vieles richtig, was auch den ersten Teil zu einem guten Buch werden lies: Ein lockerer, amüsant zu lesender Stil, der nicht nur gut zu lesen ist, sondern dabei auch zuunterhalten weiß und dem Leser sogar einiges zum historischen Werdegang Londons vermittelt. Ein spaßiger Mix aus sympathischen und skurrilen Charakteren, die man einfach gern haben muss. Und natürlich ein Mordfall mit magischem Hintergrund. Was mich allerdings (ähnlich wie beim ersten Teil) zuweilen verwirrte, waren die Ermittlungen selbst und der Weg, den Peter bestreiten musste, um letztendlich die Todesursache für all die Jazzer zu finden. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, nicht richtig mitzukommen, diverse Zeugen und involvierte Personen durcheinander zu werfen und einfach oft nicht den Zusammenhang zwischen verschiedenen Gedankengängen nachvollziehen zu können. Ich muss dazu sagen, dass ich normalerweise kein Krimi-Leser bin, daher würde ich es mir durchaus zutrauen, dass es schlichtweg an mir liegt, viele Dinge eher schlecht als recht zu kapieren - anderen mag das durchaus leichter fallen.

Nichtsdestotrotz liegt auch hier wieder ein gutes Buch vor, von dem ich mir allerdings gewünscht hätte, dass es mich nicht in gleicher Weise verwirrt wie der erste Teil. Für den dritten Band habe ich mir jetzt extra ein langsames und exaktes Lesen verordnet - vielleicht kommeich ja diesmal besser mit...

Die Wächter der Dämmerung

Grauwacht: Roman - Robert Corvus

Das Leben der Menschen Bisolas wird durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Jahrzehnte lang herrscht die Nacht, bis die Morgendämerung hereinbricht, und weitere Jahrzehnte vergehen bis zum Abendrot. Ein alter Pakt zwingt die Menschen dazu, mit der Nacht zu wandern und ihr Dasein in kalter Dunkelheit zu fristen. Denn wenn der Tag kommt, kommen die Sasseks - fremdartige Wesen, die nur in der Wärme leben können. Allein dieses Abkommen garantiert den Frieden zwischen den Völkern sowie die Grauwacht, die den Abzug der Menschen überwacht. Doch mysteriöse Ereignisse gefährden den Pakt. Die Monde verändern ihre Farbe. Die Dämmerung schwindet nicht. Kann ein Krieg noch aufgehalten werden? (Piper)

 

Endlich mal wieder ein Buch, bei dem mich der Klappentext schon magisch angezogen hat. Die Idee, dass es fast ein ganzes Menschenleben lang dauert, bis Sonne und Mond wieder am gleichen Fleck stehen, fand ich absolut faszinierend, damusste dieses Buch einfach her.

Grauwacht ist eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction - etwas, an das ich mich erst einmal gewöhnen musste, da SciFi eigentlich so gar nicht mein Ding ist. Aber zum Glück gab es ein Glossar, das mir sehr gut dabei half, durch die ersten Kapitel zu kommen, bis ich eingermaßen kapierte, was es mit all den exotischen Ausdrücken auf sich hatte. Bis auf eben diese Anfangsschwierigkeit, sich zunächst mit den essentiellen Verhältnissen auf Bisola vertraut zu machen, liest sich die Geschichte aber sehr gut.

Remon war ein Guardista bei der Grauwacht, verließ sie jedoch, um ein neues Leben mit seiner großen Liebe Nata anfangen zu können. Seitdem gilt er bei der Grauwacht als Verräter. Und natürlich holt ihn irgendwann seine Vergangenheit in Gestalt der schwertschwingenden Vorena ein und so muss er seine Familie verlassen. Durch allerlei Begebenheiten (die ich hier nicht im Detail schildern möchte, das würde zu weit führen) versuchen sowohl Remon als auch Nata herauszufinden, was es mit den Monden auf sich hat, die sich seit Kurzem blau verfärbt haben. Denn die blaue Dämmerung steht den Sasseks zu und die Gefilde der Menschen sind bedroht...

Grauwacht ist definitv ein super interessantes Buch. Vor allem das letzte Viertel nimmt nochmal richtig Fahrt auf, wenn das große Geheimnis um die blauen Monde gelüftet wird. Davor allerdings war ich manchmal etwas zwiegespalten: Einerseits hat die Geschichte zwar keine Längen, andererseits habe ich mich manchmal gefragt, auf was das alles eigentlich hinauslaufen soll. Es ist einfach diese neue Tag-und-Nacht-Idee, die mich so fasziniert hat, dass ich stetig weiterlesen musste. Auf jeden Fall mal einen Blick wert!

Unterm Strich... der Februar

Die vergessene Kammer: Roman - Catherine Fisher Black Beauty - Anna Sewell, Charlotte Hough, Meg Rosoff Königsschwur: Roman - Joe Abercrombie, Kirsten Borchardt

Ein leichter Aufwärtstrend ist im Februar zu beobachten gewesen: Drei Bücher habe ich geschafft. Davon war das Beste eindeutig Königsschwur von Joe Abercrombie - einfach mal wieder schön ein richtiges Fantasybuch zu lesen und dazu dann noch ein so gutes! Das kurze Intermezzo mit Black Beauty war eine interessante neue Erfahrung in Sachen Pferdebücher, allerdings werde ich wohl doch kein Freund dieses Genres. Obwohl ich dachte, dass Die vergessene Kammer schnell wieder vergessen sein würde, hat mich die Geschichte im Nachhinein dann doch länger beschäftigt als gedacht. Einfach aus dem Grund, dass es so viele Verbindungen gibt, die man sowohl zwischen Elementen des Buches als auch zur Realität ziehen kann. Umso mehr bedaure ich, dass Catherine Fisher nicht noch ein wenig mehr aus der Geschichte gemacht hat.

 

Einen guten Start in den März wünscht Euch

 

Laura

Königsschwur: Roman - Joe Abercrombie, Kirsten Borchardt

In den kalten Nordlanden regiert das Gesetz des Stärkeren, und für Prinz Yarvi mit seiner verkrüppelten Hand ist dieses Gesetz ein Fluch. Als sein Vater und sein Bruder ermordet werden, muss er dennoch den Schwarzen Thron besteigen. Er schwört blutige Rache an seinen Feinden - und wird kurz darauf selbst verraten und als Sklave verkauft. Aber der Pfad seiner Rache hat gerade erst begonnen... (Heyne)

 

Königsschwur habe ich nicht gelesen, weil ich den Klappentext sonderlich spannend fand, sondern einfach, weil ich mal wieder ein (Erwachsenen-)Fantasybuch lesen wollte, dass nicht den Umfang eines Riesenwälzers hat. Außerdem hatte ich bisher noch nichts von Joe Abercrombie gelesen und da bot sich Königsschwur einfach an.

Auf dem Cover befindet sich ein Zitat von George R. R. Martin: "Ein Rache-Epos, das mich von der ersten Seite an gepackt!" Naja, was ein Verlag eben so auf ein Buch druckt, um es gut zu verkaufen, dachte ich mir und maß den Worten nicht allzu viel Bedeutung bei. Allerdings wurde ich eines Besseren belehrt, denn auch mich hat die Geschichte vom ersten Moment an ihren Bann gezogen. Ich kann gar nicht genau sagen, warum. Nur, dass es so ist. Die Ereignisse nehmen gerade am Anfang schnell Fahrt auf und irgendwie lassen sie einen dann nicht mehr los. Wie Yarvi vom Gelehrtenlehrling zum König wird, dann zum Sklave und wie er dann versucht aus seiner Situation herauszukommen, ist einfach mitreißend erzählt, und am Ende erwartet den Leser noch die ein oder andere überraschende Wendung.

Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass ich nicht ganz nachvollziehen konnte, warum Yarvi seinen Vater und seinen Bruder rächen will. Denn so wie ich die Geschichte verstanden habe, hegten sie kaum Sympathien für den verkrüppelten jüngsten Sohn. Warum sollte also Yarvi für die beiden in den Krieg ziehen - vor allem, wenn er den Thron ja eigentlich gar nicht haben will. Aber gut, sei's drum.

Wem also eher mal nach was Nicht-so-lang-Fantastischem ist, dem sei Abercrombies Königsschwur hiermit wärmstens ans Herz gelegt!

Reading progress update: I've read 61 out of 368 pages.

Königsschwur: Roman - Joe Abercrombie, Kirsten Borchardt

Das Buch fing so gut an und dann kommt der erste Kuss zwischen König Yarvi und Isriun, die sich praktisch überhaupt nicht kennen und nur aus machtpolitischen Gründen miteinander verheiratet werden, nach nicht einmal 35 Seiten! Echt jetzt? Muss das sein?

Ich lese gerade

Die Barker Boys: Das Geheimnis in den Bergen
Elise Broach, Frank Böhmert
Bereits gelesen: 104/312 pages
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
J.K. Rowling, Klaus Fritz, Rufus Beck
Bereits gelesen: 25 %